Details zur Euro-Einführung

Neben Deutschland nehmen am 1.Januar 2002 Belgien, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal, Spanien und Griechenland an der Währungsunion teil. Außerdem werden zu diesem Zeitpunkt folgende weitere Staaten den Euro einführen: San Marino, der Vatikan, Andorra, Monaco, Guadeloupe, Martinique, Reunion, Französisch-Guyana, Mayotte sowie Saint-Pierre et Miquelon.

Sind die Münzen und Geldscheine in allen Teilnehmerländern identisch?
Die Münzen haben eine einheitliche europäische Münzseite. Die nationalen Seiten der Euromünzen werden von den Mitgliedsländern selbst gestaltet. Auch die Kleinstaaten, z.B. der Vatikan und Monaco, werden Münzen mit einer nationalen Rückseite in Umlauf bringen. Die Geldscheine sehen dagegen im gesamten Euroland gleich aus. Mit den Münzen und Banknoten kann in allen Teilnehmerländern gezahlt werden. Da die Münzen und Banknoten in mehreren Ländern hergestellt werden, wird es geringfügige Differenzen geben, die bei den Automaten in der Anfangsphase zu Schwierigkeiten führen können.

Wann muss das Bankkonto auf Euro umgestellt werden?
Die Umstellung der Bankkonten erfolgt generell zum 1.Januar 2002. Alle bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht umgestellten Konten werden vom jeweiligen Geldinstitut automatisch umgestellt.

In welcher Währung sollten Zahlungen vorgenommen werden?
Es ist zweckmäßig, Rechnungen bis zum 31.Dezember 2001 stets in der fakturierten Währungseinheit zu bezahlen. Damit kann sichergestellt werden, dass der in Auftrag gegebene Zahlungsbetrag beim Begünstigten pfennig- bzw. centgenau ankommt. Auch wenn ein Bankkonto in DM geführt wird, können Euro-Überweisungen in Auftrag gegeben werden, ohne dass dies Mehrkosten verursacht. Gleiches gilt für Bankkonten, die bereits in Euro geführt werden; auch hier können DM-Überweisungen durchgeführt werden, ohne dass dies zusätzliche Kosten verursacht.

Müssen auf DM lautende Verträge neu abgeschlossen werden?
Alle Verträge (z.B. Mietverträge, Kreditverträge und Versicherungsverträge) gelten über den 31.Dezember 2001 hinaus weiter. Die in den Verträgen enthaltenen DM-Beträge gelten ab dem Jahr 2002 automatisch als Beträge in Euro, wobei der DM-Betrag durch 1,95583 geteilt und dann gerundet wird.
Beispiel: Eine Hausratversicherung ist über eine Summe von 30.000 DM abgeschlossen worden. Der jährliche Versicherungsbeitrag beträgt 150 DM. Ohne Abschluss eines neuen Vertrages beläuft sich die versicherte Summe ab 1.Januar 2002 auf 15.338,76 € und der Versicherungsbeitrag beträgt 76,69 €.
Es empfiehlt sich jedoch, beim Abschluss neuer Verträge bereits jetzt zusätzlich die ab 2002 geltenden Euro-Beträge festzulegen.

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