Neuigkeiten

In vielen Fällen wollen Gesellschaftergeschäftsführer auch nach Eintritt des Pensionsalters weiterhin für ihr Unternehmen tätig sein. Gründe hierfür gibt es viele, sei es, weil sich noch kein geeigneter Nachfolger gefunden hat oder der Unternehmenseigner sich noch fit fühlt und deswegen noch nicht in den Ruhestand treten will.

Gerade bei nach der Wende gegründeten Kapitalgesellschaften wurde häufig die Pensionszusage als steuerliches Gestaltungsmodell genutzt. Für die Kapitalgesellschaft bestand die Möglichkeit, aufgrund der Pensionszusage an ihren Gesellschaftergeschäftsführer die Kosten für eine spätere Pensionszahlung schon während der Erdienungszeit als Betriebsausgabe geltend zu machen, indem sie eine sogenannte Pensionsrückstellung bildete. Viele dieser Vereinbarungen sind so gestaltet, dass der Gesellschafter „mit dem Ausscheiden aus dem Dienstverhältnis“ (i.d.R. mit Vollendung des 65. Lebensjahrs) von der Gesellschaft eine Pensionszahlung erhalten soll.

Der Gesellschaftergeschäftsführer will natürlich im Falle einer Weiterbeschäftigung zwei Vergütungen erhalten, nämlich die erdiente Pensionszusage und sein Geschäftsführergehalt.

Die Finanzverwaltung geht in diesen Fällen von einer sogenannten verdeckten Gewinnausschüttung in Höhe der gezahlten Pensionsansprüche aus und begründet dies damit, dass das Dienstverhältnis aufgrund der Weiterbeschäftigung nicht beendet und die Zahlung deshalb gesellschaftsrechtlich veranlasst ist. Die verdeckte Gewinnausschüttung erhöht das Einkommen der Kapitalgesellschaft und löst Körperschaft- und Gewerbesteuer aus. Der ursprünglich geplante positive Steuereffekt geht damit gänzlich verloren.

Sollte sich eine derartige Konstellation in der Praxis ergeben oder sich mittelfristig ankündigen, ist dringend Beratungsbedarf geboten. Da jeder Einzelfall für sich betrachtet werden muss und insbesondere die Bedürfnisse der Gesellschafter in die Planung einzubeziehen sind, gibt es an dieser Stelle kein generelles Gestaltungsrezept.

Trotz der Einschränkungen hinsichtlich der Gestaltungsmöglichkeiten, lassen sich trotzdem immer Lösungsansätze finden, insbesondere dann, wenn noch genügend Zeit bis zur Fälligkeit des Pensionsanspruchs zur Verfügung steht.


Geschrieben von

Steuerberater Dipl. Kfm. Bernd Künzel

Dipl.-Kfm.
Bernd Künzel

Steuerberater


Aktuell müssen wir feststellen, dass die Fahrtenbücher zu den betrieblichen Fahrzeugen, welche auch einer privaten Nutzung zugänglich sind, zunehmend Gegenstand der Betriebsprüfungen sind bzw. schon im Rahmen der Steuerveranlagung abgefordert werden.

Nicht selten werden im Rahmen der Prüfung fehlende Übereinstimmungen bzgl. des Kilometerstandes auf den Werkstattrechnungen, mit Orten der erfassten Tankquittungen oder den Kilometerangaben, welche einem Internet-Routenplaner zu entnehmen sind, festgestellt. Dies führt dann zwangsläufig zur Anwendung der so genannten 1-Prozentregelung und bei einem Prüfungszeitraum von mindestens drei Jahren in der Regel zu einer erheblichen Steuernachzahlung. Schließlich wird bei diesem pauschalen Ansatz pro Monat ein Prozent des Bruttolistenpreises vom Neufahrzeug als gewinnerhöhender privater Nutzungsvorteil angesetzt.

Mittlerweile geht die Prüfung sogar soweit, dass beim Hersteller des Fahrtenbuches angefragt wird, wann die Version des Fahrtenbuches gedruckt wurde, um somit im Nachgang erstellte Fahrtenbücher identifizieren zu können.

Die Betriebsprüfer haben somit mit einem überschaubaren Aufwand ihr „Soll“ schnell erfüllt.

Deshalb ist unbedingt auf die Einhaltung der folgenden Anforderungen an ein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch zu achten:

  • zeitnahe Erfassung,
  • geschlossene Form (keine Excel-Tabelle),
  • Wiedergabe des vollständigen und fortlaufenden Zusammenhanges der Gesamtkilometer,
  • Datum und Kilometerstand zu Beginn und am Ende jeder einzelnen Fahrt,
  • Reiseziel, Reisezweck und aufgesuchter Geschäftspartner,
  • Aufführung von Umwegen.

Da ein Fahrtenbuch in Papierform oft umständlich zu führen ist, gibt es mittlerweile einige Anbieter zertifizierter elektronischer Fahrtenbücher, welche mit Hilfe von GPS-Daten, der Bordelektronik und dem Abgleich mit Ihren Kontaktadressen relativ bequem die notwendigen Angaben des Fahrtenbuches ermitteln können.

Tipp:

Auch wenn das Fahrtenbuch bereits im Rahmen der Veranlagung abgefordert wurde, sollte der Rücklauf des Fahrtenbuches vom Finanzamt nachgehalten und auf eine sorgsame Aufbewahrung geachtet werden. Schließlich kann ein Fahrtenbuch mehrere tausend Euro an Steuern wert sein.


Geschrieben von

Dipl.-Kfm. Jens Matthias

Dipl.-Kfm.
Jens Matthias

Steuerberater


Fünfzig interessierte Mandanten lauschten den beiden Vorträgen zum Mandantenabend, zu welchem die SGK am 25.10.2018 ins Wyndham Garden Hotel eingeladen hatte. Bernd Künzel, Partner und Steuerberater der SGK, referierte zum Thema "Steueroptimierte Mitarbeitervergütungen" und zeigen den Zuhörern Wege auf, um die eigenen Mitarbeiter weiter ans Unternehmen zu binden und damit die eigene Unternehmermarke weiter zu stärken.

Den zweiten Vortragsteil übernahm der Historiker Christian Pötzsch. Er entführte die Zuhörer ins 17. Jahrhundert und zeigte, dass der Kurfürst August der Starke noch mehr Interessen als die Frauen hatte.


Auch beim 20. Dresden Marathon war die SGK wieder mit am Start. Diesmal nicht in Laufschuhe, sondern die SGK beteiligte sich finanziell als Sponsor.


Wir laden Sie recht herzlich zu unserem Mandantenabend am 25.10.2018 um 17 Uhr zum Thema "Steueroptimierte Mitarbeitervergütungen" ein.

 


 

Sie sind herzlich zu unserem Mandantenabend am 25.10.2018 eingeladen. Merken Sie sich den Termin vor! Weitere Informationen folgen.


Auch zur 10. Team Staffel waren unsere TaxPistols wieder mit am Start und bezwangen die 4x4 km in einem flinken Tempo. Am Ende reichte es für die Plätze 47 und 117.


Wochenlanges Lernen hat sich ausgezahlt! Nach einer Verkürzung seiner Ausbildungszeit von 3 auf 2 Jahre hat unser Auszubildender Chris Stollberg erfolgreich seine Prüfung zum Steuerfachangestellten abgelegt. Wir freuen uns mit und für ihn und wünschen für die Zukunft alles Gute.

Herr Stollberg bleibt der SGK auch weiterhin treu: Im Herbst wird er sein Studium an der BA Dresden beginnen und seine Praxisphasen in unserer Kanzlei absolvieren.


Seit dem 15. Februar 2018 ist unsere Niederlassung in Dresden (ehemals Großenhainer Straße) in neuen Räumlichkeiten zu finden. Wir heißen Sie nun herzlich in unserem neuen Büro auf der Bautzner Straße 113 in Dresden willkommen! Ausreichend Parkmöglichkeiten finden Sie hinter dem Haus.

 


Mit Freude gratulieren wir unserer Mitarbeiterin Kordula Steinert zur erfolgreich bestandenen Prüfung zur Steuerfachangestellten und wünschen alles Glück dieser Welt und viel Erfolg auf dem weiteren beruflichen Weg.

Wir freuen uns sehr, dass sie der SGK Steuerberatung treu bleibt und unseren Mandanten weiterhin mit ihrem Wissen und Können zur Verfügung steht. Herzlichen Glückwunsch!